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Osthang-Anwohnerin Ute Meissner-Ohl: „Dann könnte man auch die weit mehr als 60, 70 Jahre alten Obstbäume stehen lassen“ (Foto: HEINERTOWN.DE)

Museum Sander: Das Wella-Erben-Paar und die Skepsis von Osthang-Anwohnern

Darmstadt 04.11.2011

Ute Meissner-Ohl und ihr Ehemann wohnen am Osthang der Mathildenhöhe im sogenannten Mathildenhaus. Wird das Museum Sander wie von den grün-schwarzen Koalitionären vorgesehen am Osthang der Mathildenhöhe gebaut, könnte es passieren, dass die Eheleute bald neue Nachbarn bekommen. HEINERTOWN-Chefredakteurin Angela Barany berichtet.

Von der Terrasse des Ehepaars Meissner-Ohl im dritten Stockwerk des Mathildenhauses hat man einen Blick auf den kompletten Osthang der Mathildenhöhe. Das Haus am Fiedlerweg/Oblrichweg grenzt direkt an jene Freifläche, die aktuell als künftiger Standort für das Museum Sander gehandelt wird. Erfreut sind die Eheleute nicht. „Ich bin nicht begeistert, dass das Museum vielleicht hier hin gebaut werden soll. Der Durchfahrtsverkehr auf der Seite des Fiedlerwegs ist enorm, hier fahren die ganzen Maut-Flüchtlinge durch, da das die verhinderte Nordostumgehung ist. Wenn dann auch noch das Museum im Olbrichweg entstehen soll, bekommen wir den Verkehr auch noch von der anderen Seite“, so die 65-Jährige.

Ute Meissner-Ohl hofft nun auf die Umweltschützer in der Stadt. „Wenn man einen richtig schönen Park auf dem Osthang anlegen würde, wäre das die kostengünstigste Variante für Stadt. Dann könnte man auch die weit mehr als 60, 70 Jahre alten Obstbäume stehen lassen und die mit Brombeer-Sträuchen zugewucherte Fläche freistellen.“

Einen Teil des Grundstücks, circa 1.000 Quadratmeter, haben Ute Meissner-Ohl und ihr Ehemann gepachtet, wobei die Pacht immer nur für ein Jahr festgelegt werden kann. „Wenn das Grundstück verkauft werden sollte, wäre es gefährlich, da man nicht weiß, was dann alles entstehen könnte\\\", sagt die Dame, die möglicherweise schon bald das Wella-Erben-Paares Hans-Joachim und Gisa Sander in der direkten Nachbarschaft haben wird.

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