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Kunsthalle-Direktor Dr. León Krempel (Mitte rechts) informiert Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (Mitte links) über den Stand der Sanierung und die aktuelle Ausstellung. (Foto: HEINERTOWN.DE/Andreas Kelm)

Kunsthalle: Hessischer Kunst- und Kulturminister Boris Rhein übergibt Bewilligungsbescheid über 150.000 Euro für Sanierung

Darmstadt 24.11.2014

In der Eingangshalle der Kunsthalle Darmstadt hat der Hessische Kunst- und Kulturminister, Boris Rhein, heute (24.11.) um 11 Uhr einen Bewilligungsbescheid an die Kunstvereins-Vorsitzende Ruth Wagner und Kunsthalle-Direktor Dr. León Krempel übergeben. Mit diesem Bescheid erhält die Kunsthalle vom Land Hessen 150.000 Euro für den zweiten Sanierungsabschnitt im kommenden Jahr; nämlich die Erneuerung der denkmalgeschützten Fassaden, Türen und Fenster(fronten). Im ersten Sanierungsabschnitt sind das Flachdach und die Oberlichtdecke über dem Hauptsaal erneuert worden; 2016 und 2017 soll die Erneuerung der Heizung, Lüftung, Elektrik und Sicherheitsanlagen sowie abschließend die Erneuerung des Vorplatzes folgen.

 

Der Augenblick war fast so denkwürdig wie das Gebäude, in dem er sich abspielt: Der amtierende Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, übergibt das schriftliche Finanzierungs-„Go“ an seine Vorvorvorvor-Gängerin, Ruth Wagner; quasi „aus dem eigenen Haus“, witzelt Rhein. „Es ist gut angelegtes Geld, um das Haus in einen Zustand zu versetzen, in dem sich die Menschen wieder wohlfühlen“, sagte Rhein. „Es gab eine Zeit, da hat man alles abgerissen, um es im Stil der 50er-Jahre zu ersetzen“, so Rhein weiter, in der Kunsthalle sitzend, die gerade wegen ihres Status als Gebäude im Bauhaus-Stil der 50er unter Denkmalschutz steht. Rhein freue sich, mit den 150.000 Euro ein „Ausrufezeichen gegen den jetzigen Modernisierungsfuror“ setzen zu können.

Dass der Minister ein Faible für Architektur hat, zeigte sich auch beim abschließenden Rundgang durch das Gebäude und die Ausstellung; zusammen mit Krempel und Wagner sowie dem Architekten der 1987 gebauten Norderweiterung der Kunsthalle, Hans Henning Heinz. So lobte Rhein den von Glasfassaden eingefassten Innenhof, in dem man im Sommer ein Café betreiben könne, begutachtete die Türrahmen aus Holz, die Heinz eigens für den Bau erfunden hat und schaute sogar in den Lagerraum.

„Ich liebe nichts mehr, als unten in die Magazine zu schauen, wenn ich in einem Museum bin. Dadurch, dass die Kunstwerke dort auf so engem Raum gelagert sind, ist das Kunst pur“, sagte Rhein im Lagerraum der Kunsthalle. Dem Architekten gegenüber verriet der Minister: „Ich hätte gerne Architektur studiert, aber meine Mutter hat mir abgeraten“ – eine Enthüllung, die ebenso überraschte wie der Anblick eines Hessischen Ministers in einer Abstellkammer. Zum Abschied hat Krempel dem Architektur- und Kunstliebhaber Rhein zum einen Katalog der aktuellen Ausstellung „Radenko Milak, 365“ geschenkt; „als Weihnachtsgeschenk“, so Krempel.

Das Ziel der Generalsanierung sei es, das Haus in seiner unverwechselbaren Erscheinung zu erhalten, den Erfordernissen zeitgemäßer Ausstellungen zu genügen und ein attraktives Veranstaltungsprogramm zu ermöglichen. Gerade für zeitgenössische Künstler sei es schwierig sich durchzusetzen, betonte Wagner. Diesen Künstlern, nämlich „Künstlern, die noch nicht etabliert sind, denen man aber eine Karriere zutraut“, wolle man in der Kunsthalle eine Chance geben, so Krempel.

 
 
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