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Bürgerinitiativen-Gründer Stefan Zitzmann, Südhang der Mathildenhöhe: „Ich war zutiefst berührt. Unser Kampf gegen die Bebauung am Südhang war es definitiv wert und wir wurden belohnt.“ (Foto: HEINERTOWN.DE)

Museum Sander: Bürger-Spendenaktion soll das Geld für die Stifter-Entschädigung bringen

Darmstadt 16.12.2011

Das geplante Museum des Ehepaars Hans-Joachim und Gisa Sander am Südhang der Mathildenhöhe: Seit dem gestrigen Beschluss der Darmstädter Stadtverordneten ist das Vorhaben endgültig Geschichte. Jetzt wollen sich die Mitglieder der Bürgerinitiative „SOS Mathildenhöhe“ bei der Stadt revanchieren - und durch eine Bürger-Spendenaktion das Geld für die Entschädigung zusammenbringen, die dem Stifter-Ehepaar wegen des Bau-Stopps zusteht. HEINERTOWN-Chefredakteurin Angela Barany berichtet.

 

Die gestern von den Darmstädter Stadtverordneten beschlossene Veränderungssperre in Sachen Mathildenhöhen-Bebauung bedeutet, dass erst einmal ein Bebauungsplan erstellt werden muss, bevor am schönsten Ort der Stadt ein neues Gebäude errichtet werden darf. Im Klartext heißt das: Das geplante Museum Sander am Südhang der Mathildenhöhe ist endgültig Geschichte.

\\\"Wir haben es den Wählerinnen und Wählern versprochen. Wir haben unser Versprechen gehalten.\\\" Als Oberbürgermeister Jochen Partsch bei der gestrigen Stadtverordneten-Versammlung die Sätze sagte, auf die die Aktivisten der Bürgerinitiatve SOS-Mathildenhöhe so lange gewartet hatte, hatte Bürgerinitiativen-Gründer Stefan Zitzmann Tränen in den Augen. „Ich war zutiefst berührt. Unser Kampf gegen die Bebauung am Südhang war es definitiv wert, und wir wurden belohnt.“

Nun will Stefan Zitzmann mit den Mitgliedern des SOS-Mathildenhöhe-Beirats besprechen, wie man sich im Gegenzug bei der Stadt Darmstadt revanchieren kann. Das Ehepaar Sander fordert eine Entschädigung von der Stadt über 400.000 Euro wegen Nichteinhalten des Vertrages. „Wir werden auf der SOS-Mathildenhöhe-Seite im Internet eine Konto-Nummer bekanntgeben und die Bürger um Spenden bitten. Wenn jeder cirka drei Euro bezahlt, könnten wir auf diesem Weg an die Stadt etwas zurückgeben“, so Zitzmann, „das Geld, auch wenn es nur 1.000 oder 5.000 Euro sein sollten, wird dann direkt an die Stadt überwiesen.“

Zitzmann selber ist seinen eigenen Worten zufolge bereit, zwischen 100 und 1.000 Euro geben.

 
 
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