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Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch: \\\"Vier alternative Terminvorschläge für einen Gesprächstermin, die leider nicht passend waren\\\" (Foto: HEINERTOWN.DE)

Museum Sander: Der böse Vorwurf des Stifter-Ehepaars gegen Oberbürgermeister Jochen Partsch

Darmstadt 08.11.2011

Seit das Wella-Erben-Paar Hans-Joachim und Gisa Sander vor einigen Wochen angekündigt hat, wegen des Neins von Bürgern und Politikern in Sachen Südhang-Standort nun gar kein Kunst-Museum mehr in Darmstadt bauen zu wollen (HEINERTOWN berichtete ausführlich), hat eine Kommunikation auf höchster Ebene nicht mehr stattgefunden. Jetzt haben sich die Stifter wieder zu Wort gemeldet. Der böse Vorwurf: OB Jochen Partsch soll das Stadtparlament belogen haben. HEINERTOWN-Reporterin Jennifer Loeb berichtet.

 

Es war nach 20 Uhr am Abend des vergangenen Donnerstags. Die erste Lesung des Haushalts für das Jahr 2012 war längst durch, als Jochen Partsch ans Rednerpult trat, um den im Kongresszentrum Darmstadtium versammelten Stadtverordneten Bericht zu erstatten hinsichtlich des Status-Quo in Sachen Museum Sander. Es scheine ja so zu sein, \\\"dass mit anderen wohl kommuniziert wird, wie man an einigen Stellen lesen konnte. Wir allerdings versuchen seit Wochen erfolglos mit dem Stifter-Paar in Kontakt zu treten\\\", so der Rathaus-Chef zum Stand der Dinge im Zusammenhang mit dem angedachten Bau eines Kunst-Museums auf der Mathildenhöhe.

Mit seiner kurzen Bemerkung brachte Partsch sozusagen in Minutenschnelle vor allem die Gemüter zweier Menschen in Wallung, die bei der Stadtverordnetenversammlung gar nicht zugegen waren. „Nur der guten Ordnung halber“ sei klarzustellen, wie es um einen möglichen Gesprächstermin zwischen Hans-Joachim und Gisa Sander und dem Kulturdezernenten Jochen Partsch tatsächlich bestellt ist, so Ruth Oberhand, die Büroleiterin des Wella-Erben-Paares, am gestrigen Montag gegenüber der Redaktion. „Herr und Frau Sanders Berliner Büro hat in den vergangenen zwei Wochen mit Herrn Partschs Büro in Kontakt gestanden, um einen passenden Termin für ein Gespräch abzustimmen. Das Büro der Eheleute Sander hat Herrn Partschs Büro vier alternative Terminvorschläge für einen Gesprächstermin für Ende Oktober (27./28. Okt.2011) und Anfang November (03./04. Nov.2011) unterbreitet, die leider für Herrn Partsch nicht passend waren.“

Dann setzte die Bürodame noch einen oben drauf und bezichtigte den Rathaus-Chef der Lüge: „Es ist nicht richtig, was Herr Partsch bei der Stadtverordnetenversammlung bezüglich der Terminvereinbarung gesagt hat.“

Ein Vorwurf, den man wiederum im Rathaus so nicht hinnehmen wollte. Rainer Burhenne, der persönliche Referent von OB Jochen Partsch: „Am 05.10.11 wurde ein für den 24.10.11 vereinbarter Termin zwischen OB Partsch und den Eheleuten Sander seitens des Büros der Eheleute Sander abgesagt. Seitdem sind mehrere Versuche unsererseits für einen neuen Termin unternommen worden, allerdings ist bisher keine Terminvereinbarung zustande gekommen.“

Um Licht ins Dunkel zu bringen, leitete die Redaktion die angeblich an Partsch versandte Gesprächsanfrage des Stifter-Ehepaars an Burhenne weiter. Der Referent des Oberbürgermeisters hierzu: „Eine Anfrage nach alternativen Terminvorschlägen, wie sie von HEINERTOWN.DE an uns weitergeleitet worden ist, ist im OB-Büro nicht eingegangen, ist also auch nicht abgelehnt worden. Ich habe heute erneut mit dem Büro der Eheleute Sander Kontakt aufgenommen. Dort ist mir bestätigt worden, dass es diese Anfragen nicht gegeben hat, und wir sind dabei, zeitnah einen Termin zu finden\\\", so Burhenne.

 
 
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